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Triplette-DM in Travemünde PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jörg Rissmann   
20.06.2005
Alle die am vergangenen Wochenende in Travemünde sein durften, waren begeistert: absolut die beste DM seit langem, toll organisiert, Super-Ambiente und das alles bei niedrigsten Preisen. Daß da manche Meckerer den (für alle) einfach zu bespielenden Boden als Sündenbock für allzu frühes Außcheiden anprangerten, fiel angesichts des positiven Gesamteindrucks nicht ins Gewicht. Wir Horber waren in drei Teams angetreten, gesetzt waren Annick und Muriel Hess mit Partnerin Indra Waldbüßer aus öhringen, qualifiziert war Winfried Hess mit Partnern Jürgen Ilgenstein (Singen) und Rainer Gieck (überlingen), für ein abgesagtes Team doch noch nachgerückt war Silke Schaefer-Hess mit Partnerinnen Gisi Roschansky (Singen) und Marita Gieck (überlingen). Für Winfried mit Partnern begann das Turnier um 11 Uhr sehr gut, mit 2 Siegen, 13:9 und 13:0, war der erste Pool nach zweieinhalb Stunden überstanden und es begann eine lange Wartezeit. Annick und Muriel mußten nach dem verlorenen zweiten Spiel in die Barrage und konnten sich mit einem deutlichen Sieg auch für den zweiten Pool qualifizieren. Silkes Team hatte einen zu starken Pool erwischt und so konnte man nach zwei verlorenen Spielen dem weiteren Turnier gelaßen vom Spielfeldrand zuschauen. Die Spiele des zweiten Pools begannen kurz nach 17 Uhr, doch die 3 Stunden Pause hatten offensichtlich auf Winfrieds Team einschläfernd gewirkt, denn ehe man es sich versah, war das erste Spiel gegen NRW 22 verloren. Ohne auch nur halbwegs an die Leistung des Vormittags anknüpfen zu können, ging das Spiel deutlich 2:13 an das Team um Angelika Thelen. Daß es auch beßer geht bewies man dann im zweiten Spiel gegen das Team um Gitta Mügge, mit 13:4 war der Sieg nie in Gefahr. Die alles entscheidende Begegnung gegen drei ältere Lokalmatadoren litt dann deutlich unter der Nervosität beider Teams, Fehler beider Teams bestimmten den Spielverlauf und so kam es zu der Situation, daß der Gegner beim Stande von 8:10 den Punkt am Boden und 5 Kugeln in der Hand hatte, als Winfrieds Team leer war. Doch zu allem Erstaunen brachte auch der Gegner nichts zustande und ging mit einem Punkt aus dieser Aufnahme. Jetzt erging es den Lübecker Oldtimern nicht anders als unserem Team zuvor, doch wir hatten 80 cm Platz, um zu unserem 9ten Punkt am Boden noch 4 von 5 Kugeln dazu zu legen. Die 10 vom Leger – sauber, kein Problem. Die erste Kugel vom Milieu bleibt links ca 5 cm kürzer als die Beste des Gegners – Mist, jetzt müßen alle kommen. Die zweite vom Milieu läuft genau Richtung Gegner ... und bleibt hängen. Winfried versucht etwas stärker auf die Milieu-Kugel zu drücken und bleibt wie gehofft an drei liegen, doch die angespielte Kugel hat sich nur seitwärts bewegt und liegt jetzt wieder frei neben der Gegner-Kugel. 11 am Boden, eine in der Hand, 13 geht nur, wenn die Milieu-Kugel noch mitkommt. Winfried spielt etwas stärker Richtung der freiliegenden Kugel und drückt sie sauber 30 cm nach vorn, bleibt aber selber Surplace liegen – 4 Punkte – 12:11. Wie es dann halt so geht im Boule, Chance nicht genutzt und die Strafe folgt sofort – zwei gut gespielte Kugeln reichen dem Gegner, um Aus zu machen. Für Winfried heißt es wie im vergangenen Jahr, Barrage im zweiten Pool verloren: 33. Platz bei der DM. Annick und Muriel hatten einen Pool erwischt, der machbar schien. Das erste Spiel gewannen sie deutlich mit 13:4, im zweiten besaß man alle Chancen, zu gewinnen, aber verlor dann doch zu neun. Jetzt hieß es, erneut gegen den Gegner aus dem ersten Spiel zu gewinnen. Doch der wehrte sich nun wesentlich beßer und so gab man das Spiel nach einer 7:3-Führung noch mit 7:13 ab und blieb damit ebenfalls im zweiten Pool hängen. Trotzdem, es war ein tolles Erlebnis, diese DM direkt am Strand von Travemünde, mit den gigantischen Skandinavien-Fähren im Hintergrund, hunderten von Strandkörben und sonnenhungrigen Wochenend-Touristen ringsum – einfach Klaße! Und dann am Sonntagabend noch dieses FINALE! Ein Team – jung, cool, selbstbewußt – Ruth Seebach, Andy Globig, Nico Kirchhof – nach einer eindrucksvollen Fanny im Viertelfinale klarer Favorit und die Underdogs – Angelika Thelen, Thomas Thelen und Georgios Dimitriadis – keiner hätte ihnen das Erreichen des Finales zugetraut, aber ein schöner Sieg über Kim Rieger, Malte Berger und Kamel Bouroba im Halbfinale ließ den Traum wahr werden. Und die jungen Wilden legen los: Punkt für Punkt, Schuß auf Schuß ... alles läuft wie am Schnürchen ... 8:0 ... 10:0 ... doch dann, die Sau geht nach hinten, Ruth verlegt, drei Punkte beim Gegner. Der wirft das Cochonnet auf volle Distanz und legt zwingend vor, Thomas setzt saubere Treffer – Angelika schießt zweimal nach ... erneut vier Punkte für die Außenseiter ... 10:7. Wieder auf 9,80 die Sau, gute zweite Kugel, Andy bringt sie nicht weg, Ruth und Nico legen dazu, vorne und hinten ... Angelika und Thomas bringen alle vier Kugeln rein ... 10:12 – das Spiel hat komplett gedreht. Jetzt verspringt die erste Kugel von Georgios zwei Meter nach hinten, Ruth legt 50 cm schräg rechts vorn. Georgios legt links neben die Sau, Andys Schuß bleibt 60 cm rechts hinten. Angelika legt links vorbei und durch bis zu Andys Kugel, die zweite bleibt links vorne 5 cm zu kurz. Thomas erste Kugel bleibt vorne zu kurz, die zweite rollt rechts nach hinten durch. Jetzt legt Ruth rechts an ihrer ersten knapp vorbei den Punkt und Nico nimmt denselben Weg ... 13:12 ... was für ein Finale!!! Danke an alle, die dabei waren, mit uns Spaß hatten, uns bestens versorgten und das alles bestens organisierten.
 
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